Vladimir Horowitz
Posted by admin - 27/03/08 at 08:03:57 pmAber anders als Glenn Gould gelang ihm zwölf Jahre später ein sensationell erfolgreiches öffentliches Comeback in der Carnegie Hall. Diese Rückkehr in die Öffentlichkeit stellte sehr schnell wieder den Ruf des Pianisten her, einer der Genies unter den Klaviervirtuosen zu sein. Vor allem seine Interpretationen von Frederic Chopin, Franz Liszt und Robert Schumann, aber auch der russischen Komponisten Sergei Rachmaninow und Alexander Skrjabin zeigen ihn nicht nur in technischer Perfektion, sondern als Pianisten mit gewaltigem Kraftpotenzial, der seine Virtuosität aber voll in den Dienst des musikalischen Ausdrucks stellt. In seinen späteren Jahren entdeckte Horowitz seine Liebe zu Domenico Scarlatti, dessen Sonaten er teilweise eingespielt hat. Diese spätere Phase in seinem Leben war gekennzeichnet durch umjubelte Konzerte, aber auch von Jahren der Zurückgezogenheit und Depression.
Immer wieder zog er sich aus dem Konzertbetrieb zurück, um dann doch wieder auf die Bühne zurückzukehren. Die größte Überraschung für sein Publikum war, als er mit über 80 Jahren eine Konzertreise in die Sowjetunion unternahm, dem Land, dem er vor über 60 Jahren den Rücken gekehrt, und es seitdem nicht besucht hatte. Seine letzten öffentlichen Auftritte fanden im Frühling 1987 in Deutschland statt. Bis wenige Tage vor seinem Tod war er mit Aufnahmen beschäftigt. Horowitz starb am 5. November 1989 in seinem Haus in New York. Horowitz hinterließ sein musikalisches Erbe jedoch nicht nur in Form von Tonträgern. Er gab, vor allem in den 40er Jahren auch Klavierunterricht. Sein heute prominentester Schüler ist der amerikanische Pianist und Komponist Byron Janis, dessen Klavierlehrer Horowitz in den Jahren 1944-1947 war.
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Schade, dass Horowitz Glasnost und Perestroika nicht mehr wirklich erlebt hat!
Comment von Martin Zelewitz — 2. April 2008 #