Plastikkugeln als Speichermedium

Die DVD gehört bislang zu den Speichermedien, die neben der Blu-ray-Disc die größte Speicherkapazität haben. Das könnte bald der Vergangenheit angehören. Denn ein neues optisches Speichermedium aus winzigen Kunststoffkügelchen schlägt die DVD um Längen. Der neue Datenträger ist eine Art Gitter, das die Plastikkugeln, die mit fluoreszierenden Farbstoffen ausgestattet sind, trägt. Die optischen Eigenschaften der Kügelchen werden beim Speichern so verändert, dass sie entweder eine 1 oder eine 0 verkörpern. Im Moment kann so bereits eine doppelt so hohe Speicherdichte wie bei der DVD erreicht werden. Die Forscher Naoki Kobayashi und Chikara Egami von der Universität in Shizuoka planen jedoch, die Kügelchen dreidimensional anzuordnen, um so die Dichte noch einmal deutlich zu erhöhen. Geplant ist dabei die 10-fache Speicherdichte einer DVD. Bislang haben die Kügelchen einen Durchmesser von 500 Nanometern. Neben der dreidimensionalen Anordnung soll die Größe der Kügelchen noch einmal deutlich verkleinert werden, um den Plan in die Tat umsetzen zu können. Fraglich ist nur, ob sich diese Entwicklung durchsetzen kann. Mit der Blu-ray-Disc hat diese neue Form eine starke Konkurrenz. Außerdem soll 2010 die Teradisc auf den Markt kommen, die eine Speicherkapazität von etwa einem Terabyte haben soll. Somit ist unklar, ob die Plastikkügelchen mithalten können.
Im Bereich der dauerhaften Speichermedien tut sich also einiges. Aber auch flüchtige Speichermedien sind einem steten Wandeln unterworfen. Gab es beim Arbeitsspeicher zum Beispiel anfangs nur den RAM, kamen im Laufe der Zeit immer wieder neue Entwicklungen wie der SDRAM, der DDR RAM, der DDR2 RAM und der DDR3 RAM hinzu.

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