Hat die Roulette Kugel ein Gedächtnis?

Wer einmal ein Casino besucht hat und vielleicht sogar Erfolg gehabt hat, der träumt schon nach kurzer Zeit davon, ein Roulette Berufsspieler zu werden. Natürlich ist das eine Illusion, denn zu dieser Qualifikation gehört ein grosses Rüstzeug, hervorragende Kenntnisse über die Materie, eine sehr gute Strategie und auch sehr viel Glück. Das Letztere bezieht sich auch auf die Gesundheit, denn wer vom Spiel wirklich leben will, der muss enorme Reserven für die Zeiten bereit stellen, an denen das Spiel schleppend läuft oder man krank ist. Ein Punkt der auch viele Chaosforscher immer schon beschäftigte, ist die Frage, ob die Roulette Kugel ein Gedächtnis hat. Die Geschichte der Irrtümer und Legenden rund um dieses Spiel ist sehr lang, und von der normalen Sicht her würde die Antwort lauten: “Nein” Anders als beim Black Jack, wo mit abnehmenden Kartenstapeln aus dem Schlitten Schlüsse aus den restlichen Decks gezogen werden können (Kartenzähler haben sich mit diesen Möglichkeiten bis zur Einführung der Mischmaschinen in Europa einen Vorteil von 2% des Umsatzes erspielen können), sind die gefallenen Zahlen beim Roulette immer “frisch”. Es ist, also ob man einen Sack von 37 Murmeln hat, und bei jedem Coup (Kugelwurf) wird eine Murmel aus dem Sack gezogen aber gleich wieder für die nächste Runde hineingelegt. Die Chance ist also immer gleich. Beim Black Jack würden die Murmeln in der Anzahl immer geringen, und das hätte unmittelbare Auswirkungen auf die Zufallsereignisse.

Doch ist dieses wirklich die einfache Wahrheit? Natürlich ist die Chance, dass wenn Rot 10x in Folge gekommen ist, immer 50:50, dass auch weiterhin mit dem elften Wurf eine rote Zahl kommt. Ein Coup alleine kann den Faktor des “Murmelsacks” nicht entkräften, aber sehr wohl eine mittel- oder langfristige Distanz. Wie kommt man zu dieser Analyse? Der Zufall und damit auch die Kugel hat sehr wohl ein Gedächtnis. Die Frage ist nicht ob, sondern wann sich die Kugel an die Ereignisse erinnert. Das kann man ganz einfach daraus schliessen, weil sich mit zunehmender Dauer des Spiels alle Dinge dem Ausgleich nähern. Die absolute Ausgeglichenheit gibt es nicht, aber alle Roulette Chancen tendieren mit einer Regelmässigkeit eines Schweizer Uhrwerks immer in die Richtung der Nullinie. Das bedeutet, wenn der Zufall kein Gedächtnis hätte und an einem Spieltisch Rot gegenüber Schwarz innerhalb eines Monats 200x öfter gefallen wäre, die nächsten Monate die Kugel davon keine Notiz nehmen dürfte. Das Gegenteil ist der Fall. Immer wieder wird der Ausgleich aller Möglichkeiten beim Roulette kommen, wenn auch nicht vollständig aber zumindest partiell. Dieses Wissen machte den Roulettewissenschaftler Marigny de Grilleau schon zu Lebzeiten weltberühmt. Der Grund für dieses Verhalten der Wahrscheinlichkeit ist, dass zwar der “Murmelsack” immer “frisch” ist, aber der Zufall darüber hinaus sich sehr gut an das Vergangene erinnert und auch sich danach richtet.

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