Das Werk der Clara Schumann
Posted by admin - 10/03/08 at 08:03:26 pmBeeinflusst von ihrem Vater und Klavierlehrer, schuf die junge Komponistin Clara ganz ihrem pianistischen Repertoire entsprechend virtuos-brillante Stücke wie Romance variée op. 3 oder Souvenir de Vienne op. 9. Doch schon früh begann sie, indem sie sich an Schumann, Chopin und Mendelssohn orientierte, einen eigenen Stil zu entwickeln, der von einer ausgereiften formalen Gestalt ebenso wie von einer einfallsreichen und überaus geschickten melodischen Erfindungsgabe zeugt. Am frühesten zeigt sich dies in den Soirées musicales opp. 5 und 6. Nach ihrer Heirat widmete sie sich, von ihrem Ehemann inspiriert, zunächst vor allem der Komposition von Liedern für eine Stimme und Klavier, von denen einige in Robert Schumanns op. 37 einflossen.
In ihrem gesamten Schaffen stellt das Klaviertrio g-moll op.17 von 1846 in seiner meisterhaft gearbeiteten Form und dem melancholischen Grundcharakter sicherlich ihr bedeutendstes Werk dar; auch heute noch bildet es einen festen Bestandteil des allgemeinen Konzertrepertoires. In der fruchtbaren Zusammenarbeit mit Robert erweiterte Clara ihr pianistisches Repertoire, das bis dahin doch überwiegend zeitgenössische, moderne Kompositionen wie von Czerny, Herz, Hünten, Kalkbrenner umfasst hatte, und beide beschäftigten sich intensiv mit D. Scarlatti und J.S. Bach. Besonders geachtet wurde Clara im Laufe ihrer Karriere als Interpretin von Werken Beethovens und Chopins. Auch trug sie wesentlich dazu bei, die Kompositionen ihres Ehemannes, sowohl im Musikunterricht als auch im Konzertsaal, nach außen zu tragen. Seit Roberts Tod widmete Clara sich verstärkt seinem Werk, indem sie mit Hilfe ihres langjährigen Freundes Johannes Brahms die Robert-Schumann-Gesamtausgabe in die Wege leitete und einen Band von Roberts Jugendbriefen veröffentlichte.
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